Software im Becker Traffic Assist Z201Test
Von außen ist das Becker Z201 also ein typisches Becker-Gerät. Viel spannender ist die Software die erstmals zum Einstz kommt. Auf den ersten Blick ist sie unverändert. Geblieben ist der typische Grau-/Rot-Mix. Nichts lässt zunächst einen Software-Wechsel vermuten. Wer schon einmal mit der populären iGo-Software gearbeitet hat, dürfte ohnehin ins Zweifeln kommen. Von der iGo-typischen Oberfläche ist beim Z201 nichts zu sehen. Doch eine Oberfläche lässt sich anpassen. Und daher kommt auch beim neuen Becker jene Oberfläche zum Einsatz, die Becker selbst schon vor längerer Zeit entwickelt hat. Im Kern aber arbeitet
iGo. Das ändert an der grundsätzlichen Bedienung nichts, wohl aber an der Geschwindigkeit. Das Becker Z201 bietet in diesem Punkt keinerlei Ansatz für Kritik. Auf alle Eingaben reagiert das Gerät sehr schnell. Neue Fenster öffnen sich umgehend. Und auch während der Navigation ist die Darstellung sehr flüssig. Einzig beim Wechsel in die Kartendarstellung lässt sich auf dem Bildschirm der Aufbau der Grafik verfolgen. Das Zusammenspiel zwischen Hard- und Software funktioniert insgesamt so gut, dass sogar einzelne Animationen zum Einsatz kommen. So schieben sich die Schaltflächen des Haupmenüs nach dem Einschalten in die Bildschirm-Mitte. Von hier aus sind die Zielauswahl, das Abrufen von
TMC-Verkehrmeldungen, die Darstellung der aktuellen Karte, das Ändern der Einstellungen sowie der Zugriff auf Multimedia-Dateien und Extras wie eine Weltzeituhr und eine Taschenrechner möglich.
Grundsätzlich erfolgen die Eingabe mit Hilfe des Touchscreen-Displays. Lediglich der Rücksprung innerhalb des Menüs erfolgt mit Hilfe der Taste links neben dem Bildschirm. Sie dient zugleich als Ein- und Ausschalter. Der Wechsel zwischen Bildschrim und Taste ist etwas gewöhnungsbedürftig. Für die Definition eines Ziels gibt es verscheidene Varianten. So lässt sich ein zuletzt eingegebener Zielpunkt erneut als Ziel festlegen. Aber auch die Suche innerhalb der Sonderziele oder die Definition anhand der Karte oder mit Hilfe von Koordinaten ist möglich. Eingeben lassen sich auch
komplexe Routen mit mehreren Zwischenzielen, wobei das Z201 in der Lage ist, eine optimierte Route zu berechnen. Die klassische Zieleingabe anhand einer Adresse erfolgt mit Hilfe einer Tabelle, in die sich das Land, der Ort, die Postleitzahl, die Straße und eine Querstraße eingeben, umso präziser ist die anschließende Routenberechnung. Sie erfolgt sehr schnell. Während der Navigation ist die Bildschirmaufteilung gegenüber früheren Becker-Geräten weitgehend unverändert.
Am linken oberen Rand lassen sich Informationen zur restlichen Fahrzeit und Entfernung sowie zur errechneten Ankunftszeit einblenden. Darunter sind der Richtungspfeil für die nächste Fahraktion und die Entfernung bis dorthin zu sehen. Rechts blendet das Z201 die aktuelle Geschwindigkeit sowei einen Kompass ein. In der Zeiel am unteren Rand schließlich ist auch der Name der nächsten Straße zu sehen. Insgesamt wirkt das Display während der Fahrt sehr aufgeräumt. Eine Zweiteilung des Bildschirms, wie sie beim Z200 möglich war, ist beim Z201 hingegen nicht vorgesehen.
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Während des Navi-Tests irritierte das Becker-Navi mitunter mit einer seltsamen Routenberechnung. Häufig sollte das Navi von der Hauptstraße weg über mehr oder weniger holprige Nebenstraßen führen, nur um wenige Meter Fahrtstrecke einzusparen. Das ist grundsätzlich nachvollziehbar, wenn als Vorgabe die "kürzeste Strecke" gewählt ist. Es ergibt nur keine Sinn, wenn die Einsparung nur wenige Meter ausmacht, dafür aber zweimal abgebogen werden muss. Von diesem seltsamen Verhalten abgesehen überzeugte das Gerät mit deutlichen Ansagen während der Fahrt. Wirkt die Darstellung stets sehr realistisch. Dazu trägt die dreidimensionale Anzeige bei. Sie zeigt insbesondere in den Mittelgebirgen und im Voralpenland eine detailgetreue Landschaft. Dieser 3D-Modus lässt sich auch nicht deaktivieren. Wahlweise ein- und ausschalten lässt sich hingegen die 3D-Darstellung von Gebäuden.
Fazit: Der Wechsel von Navigon zu iGo hat Becker sehr gut getan! Der Travel Assist Z201 arbeitet sehr schnell. Im Gerät steckt alles, was für eine schnelle Navigation notwendig ist. Auf Extras wie einen FM-Transmitter oder eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung hat Becker jedoch verzichtet. Etwas irritiert sind mitunter die seltsamen Routen, die über unbedeutende Nebenstraßen führen, nur um wenige Meter Fahrstrecke zu sparen anstatt der Hauptstraße zu folgen. Davon abgesehen glänzte das Navi mit schnellen Berechnungen und präzisen Ansagen.