Navi Test Testberichte über mobile Navigationsgeräte

Navi Test 2013: Becker revo.1 ein Navi zum gleich losfahren

Das Becker revo.1 macht es möglich, das der User in sein Auto einsteigt und gleich losfahren kann. Dies ganze macht eine Startautomatik im revo.1 möglich. Dieses neue mobile Navi kann interessant für Personen mit Termindruck, weil ihr altes Gerät einige hundert Meter benötigt um Ihnen eine klare Position anzuzeigen. Dazu kommen noch ein paar Kilometer bis der erste Verkehrsfunk alle wichtigen Daten auf ihren Navi anzeigt. Vielen Fahrer war dieses nicht ganz bewußt, weil Sie mit der Eingabe ihres Ziels beschäftigt waren.

Bei mobilen Navigationsgeräten hat derzeit die Marke Becker, die zur Firma United Navigation, die auch die Falk-Navis herstellt gehört die Nase vorn. Die Ingenieure bedienen sich allerdings eines kleinen Tricks: Sie verlagern die Elektronik, also Recheneinheit und GPS-Antenne, in die Halterung, die an der Autoscheibe verbleibt. Der Bildschirm ist wirklich nur ein Display, das allein ohne Funktion ist.

Becker revo.1 mit einem zwei Komponenten Navi am Start

Mit Hilfe der neuen "ProActive" der sogenannten Startautomatik macht das Becker revo.1 einiges möglich. Das revo.1 überwacht das Navi auch im nicht genutzten Zustand und überprüft den GPS-Empfang und Staumeldungen. So haben Sie bei ihrer nächsten Fahrt sofort alle aktuellen Verkehrsmeldungen parat, ohne dabei lange darauf zu warten. Mit der Funktion "SmartGues" lernt das Becker revo.1 ihren Ablauf kennen und schlägt bei Wiederholungen die entsprechende Route am nächsten Tag vor. Lange Zieleingaben gehören fast der Vergangenheit an.

Was versteht Becker unter einem zwei Komponenten-System? Mobile Navigationsgeräte befinden sich im Auto in einer entsprechenden Halterung. Damit Sie nicht immer das komplette Navigationsgerät abnehmen müssen teilt Becker sein revo.1 in zwei Komponenten auf. Das eigentliche Navi befindet sich in einer kleinen "Blackbox", die sich hinter dem Display befindet. Zum Schutz vor Dieben lässt sich diese mit einem Handgriff entfernen und in der Tasche ohne große Probleme verstauen. Autofahrer müssen auch keine Angst davor haben, das ihre Batterie sich entladet.

Das Navi Becker revo.1 erkennt ob der Motor läuft oder nicht. Den Strom erhält das Gerät über den Zigaretteanzünder. Falls doch Diebe versuchen die Blackbox zu stehlen, ihnen sei gesagt ohne den Bildschirm ist diese funktionslos. Das schmerzt umso mehr. Außerdem ist der Bildschirm des Becker revo.1 mit einem Echtglas Display und einem kapazitiven Touchscreen ausgestattet. Verziehrt mit einem Metallrücken sieht dieses Gerät auch ohne Box hochwertig aus.

 

Im Handel existieren zwei Versionen vom Becker revo

Die Becker revo Versionen werden mit Kartenerweiterungen für LKWs und Wohnmobile im Handel angeboten. Alle anderen Austattungen sind gleich z.B. Europakarte inklusive 45 Länder und lebenslangen Kartenupdate inklusive, Premium TMC-Meldungen und der neue Dienst Link2Live (ruft Online Staumeldungen ab).

Eine Freisprecheinrichtung für Handy, ein Audioausgang mit Telefonstummschaltung und ein Eingang für eine Rückfahrkamera ist im revo.1 integriert. Weitere Detail im Becker sind Sprachsteuerung, Fahrspurassistent, Tempolimits. 3-D-Ansicht mit Höhenprofil, Marco Polo Reiseführer, Text-to-Speech Sprachausgabe und zeitabhängige Routenvorschläge machen das revo.1 zu einem topausgestatteten Navi im Navi Test 2013.

Das Navigationsgerät wirkt hochwertig und stabil in seiner Herstellung. Integriert ist der TMC Empfänger im Stromkabel und die Magnethalterung hält das Becker revo.1 sicher in der Halterung.

Navi Test 2013: Becker revo.1 Display

Smartphone-Besitzern wird das große 5-Zoll-Display pixelig vorkommen, denn er zeigt nur 480 x 272 Punkte, während aktuelle Handys auf derselben Diagonale Full HD darstellen. Scrollt man die Bildschirminhalte mit dem Finger, dann merkt man, wie schnell der Prozessor die Grafik berechnet bei Billignavis kommt es hier stets zu Rucklern. Billig ist das schicke revo.1 nicht. In den 350 Euro sind jedoch Karten-Updates auf Lebenszeit enthalten, falls man sich spätestens 30 Tage nach Kauf beim Hersteller registriert.

Becker revo.1 zeigt sich nicht ohne Tadel im Navi Test 2013

Unterwegs gibt sich das Becker revo.1 keine große Blöße, dank einer klar gestalteten Menüführung und einer nochmals verbesserten Optik. Sein ausgelagerter "Zurück Button" am unter Gehäuserand kennen nur die wenigsten.

Die Hilfefunktion im Becker revo.1, welche sich hinter dem Begriff "Funktionsübersicht" befindet zeigt sich angenehm in der Handhabung. Mit einer kurzen Erläuterung werden all die vielen Features erläutert. Verbesserungswürdig könnte der Link2Live werden, denn diese Funktion ist nur mit einem Smartphone und dem seltenen DUN-Profil nutzbar.Nach 30 Tagen Testphase kostet dieser Service 20 Euro zusätzlich im Jahr. Da sollten sich die Entwickler etwas einfallen lassen, das diese Funktion auch für andere Handys nutzbar ist.

Navi Test 2013: Sprachausgabe mit dem Becker revo.1

Wichtiger ist zum Beispiel die Spracheingabe, hier nach dem „One Shot“-Prinzip. Ort und Straße hintereinander diktieren und das revo.1 versucht, etwas daraus zu erkennen. Präzise und mit einer verlässlichen Sprachführung gelang dem Becker revo.1 im Test 2013 eine zuverlässige Zielführung. Es gab auch den ein oder anderen Fehlversuch.

Lautes und deutliches Sprechen hilft auf jeden Fall. Die Sprachangaben waren dabei jeweils sehr präzise und kamen zur rechten Zeit. Das ist auch gut so, weil der Bildschirm deutlich spiegelt. Er leuchtet zwar hell genug, um auch Sonnenlicht zu überstrahlen, doch im Verkehr konzentriert man sich doch besser auf andere Fahrzeuge als darauf, Spiegelungen und Informationen zu unterscheiden.

Navi Test 2013: Becker revo.1 Routenführung

Bei der Routenführung macht das Navigationsgerät kaum Fehler. Hier sind die Algorithmen wohl insgesamt so weit gediehen, dass man sich darauf verlassen kann, auf der passenden Strecke ans Ziel zu kommen. Das revo.1 hat sich jedenfalls keine Ausreißer geleistet. Wobei es beim Start oft wahnsinnig optimistische Schätzungen abgab, wann der Fahrer das Ziel erreichen würde.

Bei Heranfahren an eine Kreuzung kommt der neue Kreuzungszoom zum Einsatz und viele weitere Punkte machen einfach mehr Freude und sorgen für eine sichere und bessere Fahrt.

Mankos hat auch das Becker revo.1 leider auch zu bieten. Die eingeblendeten Richtungsschilder auf den sogebannten Überlandstrecken decken das halbe Display ab. Werte Entwickler das kann Becker besser! Mit Rucklern in der Karte und Menüs, was auf das ausreizten der Rechenleistung zurückzuführen wäre, ist der Test mit dem Becker revo.1 beendet.

Fazit: Bis auf die kleinen Schnitzer, die durchaus abgestellt werden können, ist das Becker revo.1 ein solides Navi mit kostenlosen lebenslangen Kartenupdate in einer hochwertigen Metalloptik im Echtglas-Look. Das revo.2 bringt alles mit, was sich ein LKW- und Wohnmobil-Fahrer wünscht.