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Becker Traffic 7977 im Navi-Test 2008

Im neuen Becker Traffic 7977 steckt jede Menge Technik. An erster Stelle steht der eingebaute Bluetooth Chip. Dank der Software überbietet er alle anderen mobilen Navigationsgeräte. Denn bis zu 21 Handys lassen sich mit dem 7977 koppeln. Das macht eine Mehrfachnutzung insbesondere in Geschäft- und Fuhrpark-Fahrzeugen problemlos möglich. Etwas besonderes im Becker ist , dass das jeweilige Handy beim Einsteigen in das Auto dank der Verwaltung von Sicherheitscodes automatisch erkannt wird. Ebenfalls zu den Neuheiten gehört die Video-Player Funktion. Sie ermöglicht die Wiedergabe von MPEG-4 Dateien. Anzeigen lassen sich zudem Bilddateien, und auch die Wiedergabe von MP3-Musik ist möglich. Die Dateien können sich auf einer eingelegten Speicherkarte oder auf einem USB-Stick befinden. Becker baut auch in das 7977 einen 400-MHz Prozessor, 128 MB Arbeitsspeicher und einen SiRF III Empfänger für die GPS Signale ein.Das Kartenmaterial befindet sich auf einer mitgelieferten 2 GB-SD-Karte. Hierauf befinden sich die elektronischen Karten von 37 Ländern. Die skandinavischen Länder gehören nicht dazu. Sie sind aber auf einer im Lieferumfang befindlichen DVD. Mit Hilfe eines PCs ist jederzeit eine Aktualisierung des Kartenmaterials möglich. Wer das Traffic 7977 für 330 Euro kauft, erhält gleichzeitig eine Standard-Halterung. Sie rückt das Navi auf eine in den meisten Fällen passende Distanz zum Fahrer und sorgt für verlässlichen Halt an der Windschutzscheibe. Dafür ist ein Saugnapf vorhanden. Mittels zweier feststellbarer Schrauben ist eine beliebige Ausrichtung auf den Fahrer möglich. Es handelt sich um eine passive Halterung.

Das Ladekabel und die TMC-Antenne müssen direkt am mobilen Navi angeschlossen werden. Sie erhalten für rund 45 Euro eine Dockingstation, eine Verbindung mit der Soundanlage ist dadurch möglich. Mit der Navigon Software sind auch bei diesen Navi die altbekannten Probleme. Voran ist die geringe Geschwindigkeit zu nennen. Der Bildschirmaufbau ist teilweise sehr zögerlich. Bei der Eingabe von längeren Strecken zeigt sich eine langsame Reaktionszeit, dies ist nervend. Selbst Neuberechnungen beim Verlassen der Route sind auffallend langsam, was in Städten durchaus zu Problemen führen kann. Durch das Touchpad ist eine Eingabe mit den Fingern ohne Probleme möglich, denn ein Stift befindet sich nicht mit im Lieferumfang. In der Benutzerführung wurde festgestellt es gibt kein Button "Zurück". Vielmehr ist der Ein/Ausschalter in der linken Ecke für diese Funktion zu nutzen. Das ist durchaus gewöhnungsbedürftig. Bei der Zieleingabe arbeitet das mobile Navi mit einer übersichtlichen Tabelle. In sie lassen sich das Land, der Ort, die Straße, die Hausnummer, die Postleitzahl und die Querstraße eintragen. Die Eingabe eines Ortsnamens genügt, um schnell eine Navigation zur jeweiligen Ortsmitte zu starten. Die anschließende Berechnung der Route dauerte recht lang, führte aber zu sehr präzisen Ergebnissen. Sehr gut im Navi-Test waren die errechneten Ankunftszeiten. Während der Fahrt gab das Navi Becker korrekte Fahranweisungen. Auf Autobahnen blendete es im "Reality View" Modus wirklichkeitsgetreue Darstellungen von Verzweigungen ein. Im mobilen Becker sind rund 4000 europäische Autobahnkreuze erfasst. Während der Kartendarstellung fiel eine inkonsequente Bildschirmaufteilung auf. Sie zeigt zwar im linken Bereich Informationen wie die restliche Fahrzeit und die Entfernung zum Ziel sowie darunter Symbole für die nächste Fahranweisung. Doch liegt darunter die Karte. Sinnvoller wäre es, die Karte nur auf dem ausreichenden Platz neben diesen Informationen und Symbolen zu zeigen. Das kann dazu führen, dass der Standort recht nah an die überlappenden Informationen rückt, während rechts neben dem aktuellen Standort viel Platz frei ist.

Fazit: Wer auf eine besonders leistungsstarke Freisprecheinrichtung und Multimedia nicht verzichten will, bekommt mit dem Becker Traffic Assist 7977 jetzt auch von Becker ein Navigationssystem, das diese Technik enthält. Für die Navigation stehen umfangreiches Kartenmaterial und ein TMC-Modul bereit. Leider zeigt das Gerät Schwächen hinsichtlich der Geschwindigkeit: Die Routenberechnung, insbesondere auch beim Abweichen von der Route, könnte schneller sein. Und der langsame Bildschirmaufbau ist ebenso ärgerlich. Wer damit leben kann, bekommt ein verlässliches mobiles Navi, das präzise Routen berechnet.